Holzhaussiedlung für 200.000 Bienen

Referat Oskar Beer, 4 C, 5.5.2015

Warum ein Referat über Bienen?

Ich interessiere mich besonders für Bienen, weil wir seit dem letzten Jahr einen Bienenstock in unserem Garten haben und ich immer zuschauen darf, wenn der Imker kommt und den Bienenstock betreut. Wir haben letztes Jahr im Herbst auch unseren ersten eigenen Honig gehabt. (Honig mitgebracht).

Bienen gehören zu den Insekten. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Bienen Wenn bei uns von „Bienen“ gesprochen wird, ist fast immer die „Westliche Honigbiene“ gemeint. Von dieser handelt mein Referat.

Der Körper der Bienen besteht aus 3 großen Teilen: Kopf, Brust, Hinterleib Am Kopf befinden sich 2 Fühler zum Tasten und Riechen. So können die Bienen Futterplätze finden und sich gegenseitig erkennen. Sie haben Facettenaugen, die je aus 6000 Einzelaugen bestehen. Die Bienen besitzt 3 Beinpaare mit winzigen Härchen, an denen der Blütenstaub hängenbleibt. Sie haben 2 Flügelpaare.

Honigbienen leben in einem Bienenvolk zusammen, sie sind „staatenbildende Insekten“. In einem Bienenstock leben bis zu 50 000 Bienen zusammen.

In jedem Bienenstock gibt es eine Königin. Sie ist die Mutter des gesamten Bienenvolkes, also aller Bienen, die in einem Bienenstock zusammenleben. Sie legt im Frühling und im Sommer täglich bis zu 2000 Eier. Sie ist größer als die anderen Bienen (ca. 2 cm) und wird vom Imker mit einem Punkt markiert. Die Königinnen leben ca. 5 Jahre, an der Farbe des Punktes erkennt man in welchem Jahr die Königin geschlüpft ist.

Die Arbeitsbienen sind die Arbeiterinnen im Bienenstock. Sie sind die kleinsten Bienen (1,5 cm). Sie haben einen Giftstachel und Sammelwerkzeuge. Sie sind unfruchtbare Weibchen, die im Laufe ihres Leben viele verschiedene Aufgaben erfüllen. Die jüngsten Bienen (1 – 2 Tage alt) putzen die Zellen und wärmen die Brut. Die etwas älteren Bienen (3. - 12. Tag) füttern die Maden, nehmen den sammelnden Bienen den Nektar und die Pollen ab und lagern sie ein, die noch älteren Bienen (13. - 17. Tag) bauen die Waben aus (die Bienen schwitzen zwischendem 13. und 17. Tag Wachsplättchen aus). Wenn die Wachsdrüsen kein Wachs mehr ausschwitzen bewachen sie das Flugloch („Wächterbiene“) damit keine fremden Bienen oder Feinde (Wespen, Hornissen, fremde Bienen) eindringen. Wenn die Biene ca. 20 Tage alt ist darf sie den Stock verlassen um Nektar und Pollen zu sammeln. Nach ca. 20 bis 30 Sammeltagen stirbt die Biene. Insgesamt lebt eine Arbeiterin daher ungefähr 45 Tage. Bienen, die im August geboren werden, leben länger (6 -7 Monate, weil sie nicht herumfliegen und nicht Nahrung sammeln müssen). Sie müssen im Winter die Königin wärmen und im Frühling die neue Brut pflegen.

Drohnen (= männliche Bienen). Es leben ca. 1000 Drohnen in einem Bienenstock. Die Drohnen sind etwas kleiner als die Königin (ca. 17 mm). Die Drohnen befruchten einmal in ihrem Leben die Königin (Hochzeitsflug). Sie arbeiten nichts und sie ernähren sich auch nicht selbst. Deshalb werden sie im Herbst von den Arbeiterinnen nicht mehr versorgt und aus dem Stock geworfen oder sogar getötet. Man erkennt die Drohnen an ihrem Kopf mit den riesigen Augen. Sie haben keinen Stachel, man kann sie auf die Hand nehmen.

Was fressen Bienen?

Nektar und Pollen. Nektar enthält ganz viel Zucker, Vitamine und Mineralstoffe Pollen enthalten Eiweiß, Vitamine und Pflanzenstoffe, die für Bienen lebensnotwendig sind. Aus Pollen und Nektar produzieren die Arbeitsbienen auch den Futtersaft für die Bienenbrut.

Wie entsteht Honig?

Die Bienen saugen den Nektar mit ihrem Rüssel aus den Blüten und speichern ihn in ihrer Honigblase. Dort wird er mit Enzymen angereichert. Wenn die Biene im Bienenstock ankommt, würgt sie den Inhalt der Honigblase wieder nach oben. Jetzt ist aus dem Nektar Honig geworden. Der Honig wird an die Bienen im Bienenstock weitergegeben und von ihnen eingelagert. Der Honig wird auch im Bienenstock immer wieder umgelagert (dabei geschluckt, mit Enzymen angereichert und dabei eingedickt, wieder eingelagert...), wenn der Honig reif ist, wird die Zelle „verdeckelt“.

Beim Sammeln des Nektars kriechen die Bienen auf den Blüten herum. Dabei nehmen sie mit ihrem behaarten Bienenkörper Blütenpollen von den Blüten auf. Wenn sie von einer Blüte zur anderen fliegen verteilen sie die Pollen und bestäuben so die Blüten. NUR BLÜTEN DIE BESTÄUBT WERDEN TRAGEN FRÜCHTE! Äpfel, Birnen, Kirschen..... gibt es also nur, wenn die Bienen zuvor die Blüten bestäubt haben. Darum sind die Bienen so wichtig.

Was glaubt ihr - Wieviele Blüten muss eine Biene besuchen damit ihr Honigmagen voll ist?

1.000 Blüten

Wie weit muss eine Biene fliegen um ½ Kilo Honig zu sammeln?

3 x um die Welt (= 120 000 km)

Bienen waren ursprünglich Höhlenbewohner und bauten ihre Waben meist in hohle Baumstämme. Als Imker muss man seinen Bienen eine Wohnung anbieten, in der sie sich wohl fühlen. Unser Imker hat für seine Bienen Bienenkisten aus Holz. Unten ist das Flugloch. In den Bienenkisten sind Rähmchen mit Waben aus Bienenwachs, an denen die Bienen weiterbauen können. In die Waben legt die Königin die Eier, auch wird in den Waben Nektar und Pollen gelagert. Jedes Bienenvolk braucht eine eigene Bienenkiste.

Zusätzlich braucht ein Imker

Unser Imker kommt immer wieder und kontrolliert ob bei den Bienen alles in Ordnung ist. Er macht dann den Deckel auf, nimmt die Rähmchen mit den Waben heraus und schaut ob alles passt. Z.B. schaut er ob die Bienen Weiselzellen gebaut haben. In jeder Weiselzelle wächst nämlich eine neue Königin heran. Wenn die alte Königin das merkt, fliegt sie aus und der Großteil des Volkes mit ihr. „Die Bienen schwärmen“.

Das will der Imker vermeiden, weil er sonst sein Bienenvolk verliert. Die Bienen können nur herumfliegen wenn es mehr als 10° C hat. Sie müssen sich daher im Frühling und im Sommer genügend Honig- und Pollenvorräte für den Winter einlagern. Diese vollen Honigwaben werden vom Imker entdeckelt und der Honig heraus „geschleudert“. Der Honig wird dann in Gläser gefüllt. Der Imker hat den Bienen ihren Wintervorrat weggenommen. Damit sei nicht verhungern, werden sie mit Zuckerwasser gefüttert. Damit können sie sich einen neuen Wintervorrat anlegen.